Idee und Konzept
Choreographie/Tanz
Bühne/Video
Probenleitung/Coaching
Licht
Musik
Produktion
Mystery Room wurde unterstützt durch:
Kulturamt der Stadt Freiburg, Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg, Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden, Sparkassen Versicherung
Premiere: 27. Juli 2001/Parkhaus Komturm/Freiburg
Gastspiele: Mobile Regiotanzfestival 2002/Saignelegier/Schweiz
Staatstheater Oldenburg 2002 (als Stück für 6 TänzerInnen)
Michael Langeneckert und Matthias Heipel
Michael Langeneckert
Matthias Heipel
Susanne Fucker, Valtair dos Santos
Ralf Hämmerle
Collage
Michael Langeneckert und Matthias Heipel
Schon mal ein Parkhaus bei Nacht ertastet? Die Leere geschmeckt, die Rückstände des konsumierten Tages gerochen? Schon mal zugehört, wenn sich der Beton auflädt mit urbanen Geräuschen, und beobachtet, wie so ein streng funktionaler Raum, einmal seiner Funktion enthoben, das Auge verwirrt, so eng und doch so weit?
Zugegeben das klingt ziemlich abstrakt, und wer denn glaubt, über alle Sinnestäuschungen erhaben zu sein, kann einfach behaupten: ein Parkhaus ist ein Parkhaus. Nichts weiter. Jedenfalls kein Mystery Room.
Doch dann wird man auch der so betitelten Performance wenig abgewinnen, in der sich ein Parkdeck im neuen Freiburger Komturm in eine Kunstlandschaft voller schöner Bilderrätsel verwandelte.
Badische Zeitung Freiburg, Juli 2001, Stephan Reuter
Schon für die Auswahl des Ortes gebührt Michael Langeneckert und Matthias Heipel das Freiburger Verdienstkreuz. In der Parkgarage am Komturplatz haben sie ihre Tanz- und Videoproduktion Mystery Room installiert. Der Geruch von abgefahrenen Reifen hängt noch in der Luft,
neben der Musik läuft ferner Motorenklang und Aufzuggebimmel als zweite Tonspur den ganzen Abend nebenher. Ein urbaner Hauch liegt darauf, erfrischend ungewöhnlich für Freiburg. Kulturjoker Freiburg, Juli 2001, K. Umlauf

Mystery Room ist ein Solotanzstück, daß sich auf abstrakte Weise mit den Sinneswahrnehmungen und deren Assoziation zu Erinnerungsbildern auseinandersetzt. Es ist gleichzeitig auch eine abstrakte Auseinandersetzung mit verschiedenen Raumzuständen: reale und imaginäre Räume, surreale Räume, zeitlose Räume und viele andere.
Das Wiedererkennen eines bestimmten Geruchs, einer Melodie, einer Farbe, einer Form schafft Verknüpfungen zu eindrucksvollen Bildern des Lebens, die eigentlich schon längst vergessen sind. Diese Funktion der Wahrnehmung zur Bildentwicklung schafft die Basis zur Choreographie und den Videoanimationen von Mystery Room, die sich die Ausdruckskraft dieser Bilder zu nutze machen. Die Musik zum Stück wird in einer Collage aus verschiedenen Komponisten wie Meredith Monk, John Cage und J.S. Bach zusammengestellt und durch speziell arrangierte Töne und Geräusche ergänzt.